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Thunersee

Der Thunersee liegt am nördlichen Alpenrand. Er ist 17,5 km lang, maximal 3,5 km breit und 217 m tief. Seine Fläche beträgt 47,69 km2. Sein Einzugsgebiet umfassst rund 2500 km2, sein Inhalt rund 6,5 km3. An seinem nördlichen Auslfluss, der Aare, liegt die namengebende Stadt Thun.
Nach der letzten Eiszeit bildete sich dort, wo heute zwei Seen liegen, der Wendelsee. Geschiebe der verschiedenen Bergbäche, vor allem des Lombachs und der Lütschine, schüttete in der Mitte des Sees eine Ebene auf, das "Bödeli", auf dem Interlaken, Matten und Unterseen liegen.

Mit der Ableitung der Kander in den Thunersee verdoppelte sich das Volumen der Zuflüsse. Um den Abfluss zu gewährleisten, wurden in Thun nach dem Durchstich 1714 der verbreiterte und vertiefte Stadtgraben geflutet, das Aarebett vertieft, Inseln abgegraben, das Aareufer  zurückgedrängt, Schleusen eingebaut.

Der Seespiegel schwankte aber weiterhin stark, so dass im Überschwemmungsbereich nur wenig Bauten entstanden (siehe Luftbild aus den dreissiger Jahren des 19. Jahrhunderts).
Erst mit den in jüngster Zeit immer enger werdenden Regulierungen wurde das Flachufer bebaubar.

1999 und 2005 überschwemmte der Thunersee weite Teile des Stadtgebiets. Seit 2009 ist ein Hochwasserentlastungsstollen in Betrieb.

QUELLE

INTERNET. Wikipedia, Juli 2015

FOTO: Stadtarchiv

Meist wird der Name Schadau als Aue, in der Überschwemmungen Schaden anrichteten, gedeutet. Nahe dem Ausfluss der Aare aus dem Thunersee befand sich bis zum Abbruch 1848 ein Landsitz, der von einer wehrhaften Mauer umgeben war. 1837 kaufte der Bankier Abraham Denis Carl Alfred de Rougemont-de Pourtalès das Landgut und liess die bestehenden Gebäude abbrechen Nur noch das sechseckige Türmchen direkt an der Aare zeugt vom früheren Schlösschen. Das neue „Schloss Schadau“ wurde 1852 fertiggestellt. Um 1900 gehörte den Rougemonts ein 40 000 m2 grosses Anwesen. 1908 nahm sich Alfred Denis de Rougemont das Leben. Er setzte seinen 4-jährigen Neffen Henri Alexander als Erben ein. Dessen Vater, Baron Swaine, liess das Anwesen 1917 zur Bezahlung seiner Spielschulden öffentlich versteigern. Ein regionales Baukonsortium erwarb das Anwesen, parzellierte es teilweise (Häuser an der Karl-Koch-Strasse) und verkaufte einen Teil des Landes (Schloss mit Park, Grundstück für Gymnasium und Schadausaal) später der Stadt Thun.

STADT THUN (Hg.). Schloss Schadau, Renovation 1954-1996, Oktober 1997 STADT THUN (Hg.). Kirche Scherzligen Thun, Restaurierung Kirche, Neubau Sakristei 2002-2003, Dezember 2006

BILD: Louis Hänni

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