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Moräne

Moränen sind vom Gletscher transportiertes Material. Das sind aufgehäufte Schuttablagerungen, die im Gelände erkennbar sind. Der Strättlighügel ist eine Mittelmoräne, die aus den Seitenmoränen des Aare- und des Kandergletschers entstand. Die Landschaft links des ehemaligen Kanderlaufs ist von Drumlins geprägt, das sind längliche, längs der Bewegungsrichtung des Gletschers verlaufende, Hügel. Sie bestehen grösstenteils aus abgelagertem Moränenmaterial.
Eine Moräne besteht aus lose zusammengebackenem Sand und Gestein. Sie umfasst alle Schuttmassen, die durch das Eis mitgeführt und abgelagert wurden. Sie besteht aus Material unterschiedlicher Korngrössen, vom Ton über Sand bis zu grösseren Steinblöcken. Das Material ist durchmischt und weder sortiert noch geschichtet.
Am Ende der letzten Eiszeit blieb der Aaregletscher noch lange in der Region Thun liegen, während der Kandergletscher bei Reutigen endete. Der Aaregletscher versperrte dem Kanderschmelzwasser den direkten Weg ins eisfreie Aaretal, so dass es dem Gletscherrand folgend am Rand der Amsoldinger Terrasse entlang floss. In dieser Zeit schüttete der Aaregletscher auch die Seitenmoräne von Strättligen auf und zog sich vor 14'000 Jahren zurück.
In der Folge stürzte die Kander über den Terrassenrand in das freigewordene Aaretal und frass sich bis 1714 rückwärtig in die Sohle ein. Dadurch entstand die gewundene Schlucht im Glütschbachtal, das bis zur Kanderkorrektion von der Kander durchflossen wurde.

 

QUELLEN

INTERNET, Wikipedia, Juli 2015
PETRA WEBER. Technisches Wunderwerk oder wasserbaulicher Unsinn – Die Kanderkorrektion von 1714 aus heutiger Sicht. Maturaarbeit am Gymnasium Thun – Schadau, unpubliziert, 2004

 

 

Meist wird der Name Schadau als Aue, in der Überschwemmungen Schaden anrichteten, gedeutet. Nahe dem Ausfluss der Aare aus dem Thunersee befand sich bis zum Abbruch 1848 ein Landsitz, der von einer wehrhaften Mauer umgeben war. 1837 kaufte der Bankier Abraham Denis Carl Alfred de Rougemont-de Pourtalès das Landgut und liess die bestehenden Gebäude abbrechen Nur noch das sechseckige Türmchen direkt an der Aare zeugt vom früheren Schlösschen. Das neue „Schloss Schadau“ wurde 1852 fertiggestellt. Um 1900 gehörte den Rougemonts ein 40 000 m2 grosses Anwesen. 1908 nahm sich Alfred Denis de Rougemont das Leben. Er setzte seinen 4-jährigen Neffen Henri Alexander als Erben ein. Dessen Vater, Baron Swaine, liess das Anwesen 1917 zur Bezahlung seiner Spielschulden öffentlich versteigern. Ein regionales Baukonsortium erwarb das Anwesen, parzellierte es teilweise (Häuser an der Karl-Koch-Strasse) und verkaufte einen Teil des Landes (Schloss mit Park, Grundstück für Gymnasium und Schadausaal) später der Stadt Thun.

STADT THUN (Hg.). Schloss Schadau, Renovation 1954-1996, Oktober 1997 STADT THUN (Hg.). Kirche Scherzligen Thun, Restaurierung Kirche, Neubau Sakristei 2002-2003, Dezember 2006

BILD: Louis Hänni

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