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Chronologie

April 1711

Beginn der Abgrabungen

Ende 1711

Parallel zu den Abgrabungen Bodmers beginnt Samuel Jenner auf eigene Rechnung mit dem Stollenvortrieb

Mai bis August 1712

Während des Zweiten Villmergerkriegs ruhen die Bauarbeiten.

12. Dezember 1713

Um 9 Uhr wird versuchsweise erstmals Wasser durch den Stollen gelassen.

18. Mai 1714

Das Kanderdirektorium beschliesst, die Abgrabungen einzustellen und das Wasser durch den soeben fertig gestellten Stollen zu leiten.

16. Juli 1714

Augenschein unter der Leitung des Thuner Schultheissen von Werdt. Ein Teil des Stollens bricht ein und reisst fünf Prsonen in die Tiefe. Dabei kamen u. a. der Junker Albrecht von Wattenwyl und dessen Neffe Junker Hans Franz von Trevelin um.

18. August 1714

Das alte Kanderbett war trocken, der Stollen bricht ein.

Meist wird der Name Schadau als Aue, in der Überschwemmungen Schaden anrichteten, gedeutet. Nahe dem Ausfluss der Aare aus dem Thunersee befand sich bis zum Abbruch 1848 ein Landsitz, der von einer wehrhaften Mauer umgeben war. 1837 kaufte der Bankier Abraham Denis Carl Alfred de Rougemont-de Pourtalès das Landgut und liess die bestehenden Gebäude abbrechen Nur noch das sechseckige Türmchen direkt an der Aare zeugt vom früheren Schlösschen. Das neue „Schloss Schadau“ wurde 1852 fertiggestellt. Um 1900 gehörte den Rougemonts ein 40 000 m2 grosses Anwesen. 1908 nahm sich Alfred Denis de Rougemont das Leben. Er setzte seinen 4-jährigen Neffen Henri Alexander als Erben ein. Dessen Vater, Baron Swaine, liess das Anwesen 1917 zur Bezahlung seiner Spielschulden öffentlich versteigern. Ein regionales Baukonsortium erwarb das Anwesen, parzellierte es teilweise (Häuser an der Karl-Koch-Strasse) und verkaufte einen Teil des Landes (Schloss mit Park, Grundstück für Gymnasium und Schadausaal) später der Stadt Thun.

STADT THUN (Hg.). Schloss Schadau, Renovation 1954-1996, Oktober 1997 STADT THUN (Hg.). Kirche Scherzligen Thun, Restaurierung Kirche, Neubau Sakristei 2002-2003, Dezember 2006

BILD: Louis Hänni

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